Die Evangelische Stiftung Christopherushof verweist auf eine knapp 150-jährige Geschichte. Sie wurde 1862 als „Verein zur Rettung sittlich verwahrloster und sittlich gefährdeter Kinder“ im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach gegründet. 1998 trat die Stiftung in einen Verbund mit den Stiftungen Johanneshof Quittelsdorf und Anna-Luisen-Stift Bad Blankenburg. Mit dem Zusammenschluss wollten die drei Einrichtungen ihre Kräfte bündeln und noch stärker zum Wohl von Menschen mit Behinderungen einsetzen.
Die Stiftung Johanneshof Quittelsdorf wurde 1893 als Stiftung für Hilfsbedürftige gegründet. In der kleinen Gemeinde entstanden Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit Parkanlagen für geistig behinderte Menschen. Das Haupthaus des Pflegeheimes gehört zu den ältesten urkundlich nachweisbaren Gebäuden des Ortes Quittelsdorf und gehört heute zum Geschäftsbereich Eingleiderungs- und Behindertenhilfe der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein.
Das Anna-Luisen-Stift Bad Blankenburg entstand 1901 und war bis Ende des Zweiten Weltkrieges ein Haus für vernachlässigte und Waisenkinder. Das Haus geriet in Verruf, weil zwei Diakonissen die ihnen anvertrauten Kinder schwer mißhandelt haben. Nach 1945 wurde das Haus mit neuem Personal weitergeführt und entwickelte sich zu einem Heim für behinderte Kinder und später auch für Erwachsene. Nach der Wende entstanden moderne Förderstätten für Kinder und Erwachsene in Wohnstätten, Tagesangeboten und einer Förderschule, die außer der Fürstin-Anna-Luisen-Schule unter dem Dach der Diakoniestiftung arbeiten.
Um die Vielfalt der Angebote der Diakonie zu bündeln, bildeten die Evangelische Stiftung Christopherushof und das Michaelisstift Gefell 2001 einen Verbund. Der Sitz des Vorstandes und die gemeinsame Verwaltung befinden sich in Bad Lobenstein. Der Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung; er ist an die Beschlüsse des Stiftungsrates gebunden. |
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